Sicher mit dem Rad zur Schule

Schülerradroutenplaner bietet Schülerinnen und Schülern im Lahn-Dill-Kreis Alternative zum Busfahren

„Bewegung tut gut, sie steigert die Aufmerksamkeit für den Unterricht und unsere Schülerinnen und Schüler lernen die selbstständige Mobilität kennen“, fasst Umweltdezernent Heinz Schreiber zusammen. Er betont außerdem: „Besonders in der aktuellen Zeit, in der das Einhalten des Abstandsgebotes und der Hygienemaßnahmen unerlässlich sind, stellt das Fahrrad als Fortbewegungsmittel eine gute Alternative zum öffentlichen Personennahverkehr dar.“ Der Umweltdezernent des Lahn-Dill-Kreises macht damit auf den Schülerradroutenplaner aufmerksam.

Der Online-Planer umfasst den gesamten Lahn-Dill-Kreis und zeigt neben den Radrouten auch so genannte Aufmerksamkeitspunkte an, die auf besondere Verkehrssituationen hinweisen und den Schülerinnen und Schülern eine Hilfestellung auf ihrem Weg zur Schule geben. Hierbei handelt es sich zum Beispiel um Aufforderungen, an bestimmten Stellen vom Fahrrad abzusteigen und zu schieben oder aufmerksam auf parkende Autos zu achten. Zudem werden Höhenprofile und die Option ‚Steigungen, Treppen und Baustellen umgehen‘ angezeigt. Die Abfrage der Radrouten ist einfach: Schule auswählen, Startadresse eingeben und die Route berechnen lassen. Dies kann über die App (IOS und Android) oder den Computer erfolgen.

Seit Ende des letzten Jahres ist der Schülerradroutenplaner online unter www.schuelerradrouten.de erreichbar. Hierbei handelt es sich um eine hessenweite Gesamtübersicht über qualitätsgeprüfte, sichere Radwegeverbindungen zwischen Wohngebieten und weiterführenden Schulen, vorwiegend ab der fünften Jahrgangsstufe. Grundlage hierfür sind Schulradwegepläne, die durch die ‚ivm‘ (Integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement Region Frankfurt am Main) im Rahmen des Nationalen Radverkehrsplans, gefördert durch das BMVI, für die Region Frankfurt RheinMain für alle weiterführenden Schulen erarbeitet wurden.

Bei der gemeinsamen Erarbeitung des Radroutennetzes durch so genannte Schülerradroutenbeiräte – bestehend aus Vertretern von Planungsbüros, Schulen, Politik, Verwaltung, Polizei und natürlich den Schülerinnen und Schülern – lag der Fokus auf den besonderen Sicherheitsanforderung von Kindern und Jugendlichen im Straßenverkehr. „Mit unserem Mobilitätsmanagement waren wir im vergangenen Jahr maßgeblich am Aufbau des Planers für die Region an Lahn und Dill beteiligt“, fährt Heinz Schreiber fort. Er sei froh, dass man dieses Netz an sicheren Wegen jetzt im doppelten Sinne sinnvoll nutzen könne. Das Berühren von Oberflächen, wie zum Beispiel Haltergriffe in Bussen wird vermieden und das Ansteckungsrisiko durch Tröpfcheninfektion sinkt. Zudem stärkt Radfahren das Immunsystem. Die Lunge wird gut belüftet und besser durchblutet.

Flächendeckung bis 2021

Über 300 weiterführende Schulen in Hessen sind bereits an das Schülerradroutennetz angeschlossen, die Gesamtlänge beträgt rund 3.800 Kilometer. Ziel ist es, bis Ende 2021 ein flächendeckendes Netz für Hessen vorliegen zu haben. Die Erarbeitung von Schülerradroutennetzen ist ein zentrales Element des Programms ‚Besser zur Schule‘ seitens der ivm (Integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement Region Frankfurt am Main). Das Fachzentrum Schulisches Mobilitätsmanagement unterstützt hessische Schulen, Schulträger und Kommunen dabei, den Verkehr von und zu Schulen sicherer, nachhaltiger und umweltfreundlicher zu gestalten sowie bei Kindern und Jugendlichen ein bewusstes Mobilitätsverhalten zu fördern.

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