Schüler nehmen ihre Schulwege unter die Lupe

Im Lahn-Dill-Kreis soll ein Schülerradroutennetz entstehen

Wetzlar/Dillenburg/Herborn (ldk): Um die Wege zu den Schulen im Lahn-Dill-Kreis sicher zu gestalten, braucht es vor allem eines: Motivierte Kinder! Soweit der Plan. Und die Tat? Die folgt auf den Punkt. 26 Schülerinnen und Schüler der Goldbachschule in Dillenburg-Frohnhausen haben sich jetzt gemeinsam mit ihrem Schulleiter Heiko Bickel mit Vertreterinnen des Kreis-Mobilitätsmanagements getroffen. Sie sind den Bereich um die Schule abgegangen, um mögliche Gefahrenstellen aufzudecken. Hintergrund: Im Lahn-Dill-Kreis soll ein sogenanntes Schülerradroutennetz entstehen – sozusagen eine Gesamtübersicht über geeignete Radnetze, die zu den Schulen führen. Und genau diese Wege müssen jetzt genau geprüft werden, denn sie werden anschließend im Schülerradroutenplaner zugänglich gemacht (www.schuelerradrouten.de).

„Wir setzen auf die Motivation und die Mitarbeit der Schülerinnen und Schüler – als Hauptbeteiligte sollen sie in den Prozess integriert werden“, sagt Mobilitätsmanagerin Jana Schönemann. Direkt vor der Goldbachschule wird die Gruppe dann aufmerksam: Schüler, die hier die Straße überqueren möchten, haben es nicht ganz leicht. Die Sicht auf den Straßenverkehr ist ungünstig, viele Autos und Schwerlasttransporte sind unterwegs. „Genau solche Situationen möchten wir zusammen mit den Kindern aufdecken, um dann gemeinsam Lösungen für einen sicheren Schulweg zu erarbeiten“, so Schönemann weiter. Schon im Frühjahr dieses Jahres haben sich die beteiligten Akteure des Landkreises und des Integrierten Verkehrs- und Mobilitätsmanagement Frankfurt getroffen, um über ein sicheres Schülerradroutennetz im Lahn-Dill-Kreis zu beraten. Die Erarbeitung eines Schülerradroutennetzes ist ein Angebotsbaustein des Fachzentrums Schulisches Mobilitätsmanagement. Ziel ist, bis Ende 2021 ein flächendeckendes Netz für Hessen vorliegen zu haben. 

Jetzt geht es mit einer Sommertour durch die Schulen im Kreisgebiet weiter. Genau wie beim Vor-Ort-Termin in der Goldbachschule geht es auch bei allen weiteren Terminen dieser Art neben den Ortsbegehungen darum, Wissen zu vermitteln. „Die Kinder lernen, was ein sicheres Fahrrad ausmacht und wie man sich als Radfahrer im Straßenverkehr verhalten sollte. Schön ist, dass die Kinder der Goldbachschule direktes Interesse an Mobilitäts- und Fahrradworkshops gezeigt haben“, freut sich Jana Schönemann. 

Hinweis zum Schülerradroutenplaner: www.schuelerradrouten.de 

Der Schülerradroutenplaner ist eine Online-Plattform, mit der Schülerinnen und Schüler einen passenden Weg mit dem Fahrrad zur Schule finden können. Auf einem eigens für weiterführende Schulen erarbeiteten und qualitätsgesicherten Schülerradroutennetz können Schülerinnen und Schüler am Rechner oder per App eine sichere Route ermitteln.

Über das Fachzentrum Schulisches Mobilitätsmanagement www.besserzurschule.de und  die ivm www.ivm-rheinmain.de   

Die ivm hat die Aufgabe, Maßnahmen für ein integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement in der Region Frankfurt RheinMain zu entwickeln. Zusammen mit ihren Gesellschaftern – den Städten und den Landkreisen der Region Frankfurt RheinMain, den Ländern Hessen und Rheinland-Pfalz sowie dem Rhein-Main-Verkehrsverbund – setzt sie diese gemeinsam um.

Das Land Hessen hat im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH) das „Fachzentrum Schulisches Mobilitätsmanagement“ bei der ivm eingerichtet. Das Fachzentrum bietet Bausteine zur Beratung, Qualifizierung und Umsetzung im Bereich Schulisches Mobilitätsmanagement an. Alle Angebote des Fachzentrums können unter www.besserzurschule.de abgerufen werden.

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