Blütensamen sähen für die Artenvielfalt: Landrat Wolfgang Schuster, der evangelische Kindergarten Herborn, der Imkerkreisverband Dillkreis und die Sparkasse Dillenburg (Foto: Lahn-Dill-Kreis)

Mehr Blühwiesen an Schulen und Kitas im Lahn-Dill-Kreis

Verlust von Tier- und Pflanzenarten entgegenwirken: Imker und Landkreis arbeiten Hand in Hand

Gemeinsam mit dem Imkerkreisverband Dillkreis setzt sich der Lahn-Dill-Kreis für mehr Blühwiesen im Landkreis ein. Mit dem Projekt „Lass‘ deine Schule und Kita aufblühen“ sollen blühende Inseln an den Schulen und Kitas geschaffen werden und damit das Nahrungsangebot für Bienen und Insekten verbessern. Deshalb waren 15 Kindergartenkinder der evangelischen Kita aus der Mozartstraße in Herborn mit ihrer Betreuerin im Garten des Veterinäramtes in Herborn zu Gast. Sie haben zusammen mit Landrat Wolfgang Schuster Blühsamen verteilt.

„Wir wollen unsere Natur im Lahn-Dill-Kreis erhalten. Umso mehr freue ich mich über das vielerorts gelebte Engagement. Mit dem Projekt können wir ganz direkt etwas für die Tier- und Pflanzenwelt tun. Es schärft außerdem das Bewusstsein der Kinder für die Verantwortung, die wir für unsere Umwelt tragen“, freut sich der Schirmherr der Aktion, Landrat Wolfgang Schuster. Die Sparkasse Dillenburg unterstützt das Projekt finanziell.

Noch bis zum 1. Juni 2019 können sich interessierte Schulklassen und Kita-Gruppen aus dem Lahn-Dill-Kreis zur Aktion anmelden und kostenlos Saatgut bekommen. Bildungsreinrichtungen können damit nicht nur einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung der Blütenvielfalt im Landkreis leisten, auch den Kindern wird der Zugang zur Tier- und Pflanzenwelt auf eine sehr anschauliche Art nähergebracht. Anmeldungen können formlos per Mail an bienen@lahn-dill-kreis.de gerichtet werden.

Weltweit ist seit Jahrzehnten ein drastischer Rückgang der biologischen Vielfalt, also ein Verlust an Tier- und Pflanzenarten, zu beobachten. Ist eine Art erst einmal verloren, dann gibt es kein zurück. Viele Arten sind nur noch in Restbeständen vorhanden. Grund dafür ist die steigende Beanspruchung aller Ressourcen durch den Menschen. Besonders auffällig ist der starke Rückgang der Zahl von Insektenarten im Offenland. Damit geht aber Vögeln und kleinen Fledermausarten die Nahrungsgrundlage verloren.

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