V.l.n.r.: Laura Mette, Mobilitätsmanagerin des Lahn-Dill-Kreises, Studentin Sophie Marie Winkel und Heinz Schreiber freuen sich, dass ‚Besser zur Schule´ so gut bei den Schulen ankommt. (Foto: Lahn-Dill-Kreis)

Lahn-Dill-Kreis und Schulen gemeinsam aktiv für eigenständige Mobilität und Klimaschutz

Schulmobilitätspläne zeigen, wie es ‚Besser zur Schule´ geht

Sieben Grundschulen im Lahn-Dill-Kreis sind einen wichtigen Schritt in Richtung sichere, selbstständige und nachhaltige Mobilität der Schülerinnen und Schüler gegangen. Unter fachlicher Begleitung haben sie im Rahmen des hessischen Beratungs- und Qualifizierungsprogramms ‚Besser zur Schule‘ Schulmobilitätspläne erarbeitet. Das Programm wird im Auftrag des Landes Hessen von der Gesellschaft für integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement (ivm) koordiniert und vom Fachbüro Verkehr mit Köpfchen begleitet und unterstützt. Im neuen Schuljahr werden sechs weitere Schulen im Lahn-Dill-Kreis folgen.

„Unser Anliegen ist, dass mehr Kinder eigenständig und sicher unterwegs sein können. Das wollen wir frühzeitig und aktiv fördern,“ erläutert der ehrenamtliche Kreisbeigeordnete Heinz Schreiber die Motivation des Kreises, sich am hessenweiten Beratungsprogramm zu beteiligen. „Auch die Eltern sind gefordert ihre Kinder selbstständig gehen oder fahren zu lassen. Das ist auch ein aktiver Beitrag zu mehr Klimaschutz.“

Viele Kinder werden täglich mit dem Auto zur Schule gefahren, obwohl sie laufen, mit dem Fahrrad oder dem Bus fahren könnten. Um dem entgegenzuwirken enthalten die Schulmobilitätspläne passende Maßnahmenbündel für den jeweiligen Schulstandort. Diese beinhalten beispielsweise die Beseitigung von Engstellen an Gehwegen, die Markierung von Schulwegen mit den sogenannten „Gelben Füßen“ oder das Einführen von „Elternhaltestellen“.

Weitere Maßnahmen in Planung

Das Programm ‚Besser zur Schule‘ wird im Schuljahr 2021/22 im Lahn-Dill-Kreis fortgeführt. Die Studentin Sophie Marie Winkel hat das Programm in ihrer Bachelorarbeit „Das Beratungs- und Qualifizierungsprogramm ‚Besser zur Schule‘ – Erfahrungen und Probleme bei der Umsetzung der Maßnahmen aus den Schulmobilitätsplänen“ evaluiert. Das hat gezeigt: Alle Schulen sind sehr zufrieden und empfehlen ‚Besser zur Schule‘ anderen Schulen weiter. Auch für die Grundschulen Wetzlar-Naunheim und Steindorf-Albshausen in Wetzlar, die Grundschule Manderbach und die Schule am Brunnen in Dillenburg, die Grundschule Rechtenbach in Hüttenberg und die Diesterwegschule in Herborn sollen nun Schulmobilitätspläne erarbeitet werden.

Zum Hintergrund

Knapp ein Jahr Arbeit steckt in den modernen, ganzheitlichen Schulmobilitätskonzepten für die Schulen in Aßlar, Braunfels, Dillenburg, Hohenahr, Lahnau und Wetzlar. Gemeinsam haben Schulleitungen, Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler, Eltern, Städte und Gemeinden sowie der Schulträger die Schulmobilitätspläne erarbeitet.

Hessische Schulen, Schulträger und Kommunen können kostenfrei an dem Beratungsprogramm teilnehmen, um den Verkehr von und zu Schulen nachhaltiger, sicherer und umweltfreundlichen zu gestalten. Informationen zum Beratungsprogramm sind zu finden unter www.besserzurschule.de.

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