Kooperationsprojekt fördert Bildungs- und Recherchekompetenz (Foto: Lahn-Dill-Kreis)

Hessischer Leseförderpreis für „IDA“

Grundschulkinder im Lahn-Dill-Kreis lernen Bibliotheken kennen

„Infofit mit IDA – Informationskompetenz für Kinder“ – das Kooperationsprojekt der Stadtbibliotheken Herborn und Wetzlar mit dem Informations- und Mediennetzwerk für Schulen (IMeNS) hat den Hessischen Leseförderpreis erhalten. Das Projekt zur Förderung der Bibliothekskompetenz bei Grundschulkindern erhielt als eines von drei Preisträgerprojekten den mit 4.000 Euro dotierten zweiten Preis. Mit IDA lernen die Kinder: Informieren, Daten recherchieren und Ausleihen.

An den zehn teilnehmenden Schulen werden den Kindern über einen Zeitraum von vier Jahren vier Module angeboten, um ihnen die Grundkompetenzen zur Informationsrecherche zu vermitteln. Der Informationsgehalt unserer Gesellschaft ist stark von Medien geprägt. Man spricht von einer Informationsgesellschaft. Jeder will informiert sein und das Internet liefert täglich neue – teils sehr fragwürdige – Informationsangebote. Eine Bibliothek kann hier ein Wegweiser sein, um Informationen zu filtern, selbst zu erschließen und zu verarbeiten. Den Kindern soll eben das durch das Projekt nähergebracht werden – die mit IDA vermittelte Fähigkeit soll den Kindern Kernkompetenzen der Informationsrecherche vermitteln. Haben die Kinder alle vier Module absolviert, erhalten sie ein Zertifikat. Bisher haben wurden an den zehn Schulen bereits knapp 30 Veranstaltungen aus der Modulreihe durchgeführt.

Schuldezernent Heinz Schreiber nahm den Preis stellvertretend für die Beteiligten entgegen und lobte die gute interkommunale Zusammenarbeit der Organisatoren über das Projekt hinaus: „Die Bildungsarbeit an und mit Schülern ist der Grundpfeiler unserer Arbeit und auch der dieses Kooperationsprojekts.“ Auch Claus Krimmel, der Erste Stadtrat der Stadt Herborn und Kornelia Dietsch, Kulturamtsleiterin der Stadt Wetzlar, kamen zur Preisvergabe, um sich bei der Jury und dem Projektleiter des Hessischen Leseförderpreises Björn Jager zu bedanken. Weitere Preisträger sind der Verein „Raum 121“ aus Frankfurt für das Kindercomic-Festival „Yippie!“ und die Gemeindebücherei Mittelkalbach für ihre Leseförderung, bei der unter anderem Virtual-Reality Brillen zum Einsatz kommen.

Hessischer Leseförderpreis

Der Hessische Leseförderpreis wird jährlich an haupt- und ehrenamtlich geführte Bibliotheken und andere öffentliche gemeinnützige Einrichtungen vergeben, die herausragende Projekte der Leseförderung für Kinder und Jugendliche organisiert haben. Der Preis ist mit 15.000 Euro dotiert und kann geteilt werden. Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst verleiht ihn in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Literaturforum im Mousonturm e. V. Über die Vergabe entscheidet eine unabhängige Jury.

Foto (Lahn-Dill-Kreis): Kooperationsprojekt fördert Bildungs- und Recherchekompetenz. v. l. n. r.: Heinz Schreiber (Kreisbeigeordneter), Simone Vetter (Leitung der Schulabteilung des Lahn-Dill-Kreises), Meike Lauer (Teamleiterin Bibliotheksservice), Kerstin Leis (Bibliothekspädagogik), Karin Böttcher (Stadtbibliothek Wetzlar), Stefanie Schlösser (Leiterin der Stadtbibliothek Herborn), Kornelia Dietsch (Kulturamtsleiterin der Stadt Wetzlar), Claus Krimmel (Erster Stadtrat der Stadt Herborn)

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